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Workshop Biodiversität und Zoonosen - Teil 2: Städte

Biodiversität_Zoonosen_Städte

Hintergrund: 

Mit Sorge wird der Rückgang der biologischen Vielfalt auf unserem Planeten beobachtet. Laut eines Berichtes  der Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) sind ca. 1 Millionen Arten vom Aussterben bedroht, wobei der Mensch eine der Haupttriebkräfte hinter diesem Prozess ist [IPBES report 2019]. Der Biodiversitätsverlust beeinflusst auch die Verbreitung und das Vorkommen von zoonotischen Erregern. Dabei ist das Zusammenspiel zwischen Erreger, Wirt, Vektor und Umwelt oft komplex, weshalb eine verminderte Artenvielfalt unterschiedliche Auswirkungen auf das Risiko von Zoonosen haben kann [Keesing, F., et al, Nature, 2010].  Eine wichtige Aufgabe der Wissenschaft ist es die Auswirkungen des vielfältigen Eingreifens des Menschen in die Ökosysteme auf das Vorkommen von Arten und damit auch von (zoonotischen) Erregern zu untersuchen.

Ziel der Veranstaltungsreihe soll es sein, Zusammenhänge zwischen der Biodiversität und den Gesundheitsrisiken durch Zoonosen für Menschen und Tiere aufzuzeigen und zu diskutieren. Im gemeinsamen Dialog von Wissenschaftler*innen und Praktikern*innen aus dem Öffentlichen Gesundheitsdienst im Human- und Veterinärbereich sollen zudem Forschungsbedarfe identifiziert sowie Handlungsstrategien erarbeitet werden. Der interdisziplinäre Austausch soll dabei helfen, globale und lokale Auswirkungen des Biodiversitätsverlustes aufzuzeigen und hier bereits frühzeitig eine Sensibilisierung für kommende Problematiken zu erreichen. Die Onlineveranstaltungen werden zusätzlich durch einen Podcast begleitet.

Stadt_Lebensraum

Inhalt:

Im zweiten Teil der Vortragsreihe stehen die Städte als Lebensräume im Fokus. Was zeichnet diese als Ökosystem aus und wie verändern sie sich durch den Klimawandel? Welche Wildtiere sind hier anzutreffen und welche (zoonotischen) Pathogene gilt es im Blick zu behalten?

Datum/ Ort: 13. September 2022, online

Uhrzeit: 14:00 – ca. 16:30 Uhr

Zielgruppe:

Human- und veterinärmedizinische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Öffentlichen Gesundheitsdienst, im Öffentlichen Veterinärwesen und Wissenschaftler*innen aus der Zoonosenforschung.

Teilnahme: Eine Teilnahme ist kostenfrei. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung notwendig (siehe Anmeldeformular unten).

Programm:

14.00 Uhr

 

Eröffnung und Einführung

Nationale Forschungsplattform für Zoonosen

Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf

14:10 Uhr

 

Lebensraum Stadt und Veränderungen durch den Klimawandel

Prof. Dr. Nadja Kabisch (Universität Hannover)

14:40 Uhr

Wildtierökologie in der Stadt - Prozesse und Muster der Verbreitung ausgewählter Säugetiere

Prof. Dr. Stephanie Kramer-Schadt, Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) 

14:55 Uhr

Urbane Wildtiere und Zoonosen - teilen wir mehr als nur den Lebensraum?

Dr. Gudrun Wibbelt, Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) 

15:10 Uhr

Invasive Arten und ihr Einfluss auf bestehende Ökosysteme: Was sind die Folgen für die menschliche Gesundheit?

Prof. Dr. Sven Klimpel (Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum Frankfurt, Goethe-Universität und LOEWE-Zentrum für Translationale Biodiversitätsgenomik)

15:40 Uhr

Abschließende gemeinsame Diskussion und Verabschiedung

Weitere Informationen zum Format:

Der Workshop ist Teil interdisziplinärer Fachtagungen der „Nationalen Forschungsplattform für Zoonosen“, des Forschungsnetzes Zoonotische Infektionskrankheiten, beide gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), gemeinsam mit der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf. Die Veranstaltungen richten sich an Wissenschaftler*innen sowie human- und veterinärmedizinische Mitarbeiter*innen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Ziel ist es, den konstruktiven Austausch und die inhaltliche Zusammenarbeit interdisziplinär tätiger Personen zu unterschiedlichen hochaktuellen, infektiologischen Themen zu verbessern. Dadurch sollen in Zukunft gemeinsame Interessen der Beteiligten gebündelt und relevante Forschungskonsorten gegründet werden, die sich mit Fragen rund um das Thema auseinandersetzen. Gemeinsame Forschungsprojekte sollen bei der Vorbereitung unterstützt werden.

Nachbericht zum Teil 1: Die Bedeutung der Moore

Podcastfolge zur Rolle der Moore

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