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Nachbericht Young Scientist Breakfast 2019

Im Rahmen des jährlich von der Nationalen Forschungsplattform für Zoonosen veranstalteten Symposiums treffen jeden Herbst Wissenschaftler*innen verschiedener Karrierestufen in Berlin zusammen. Das Symposium soll dabei nicht nur den interdisziplinären Dialog in der Community fördern, sondern auch die aktive Vernetzung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern untereinander und mit „Senior Scientists“ ermöglichen.

Um dies zu unterstützen, fand auch 2019 am letzten Morgen des Internationalen Symposiums für Zoonosenforschung das Young Scientist Breakfast statt. Zwanzig junge Wissenschaftler*innen hatten am letzen Tag die Möglichkeit, vier etablierte Senior Scientist beim gemeinsamen Frühstücksei mit Fragen zu löchern.

Unter den Senior Scientists waren 2019 auch zwei Keynote-Speaker des Symposiums. Dr. Laia Solano-Gallego von der Universitat Autònoma de Barcelona (UAB) aus Spanien und Prof. Dr. Achim Hörauf vom Universitätsklinikum Bonn erklärten sich freundlicherweise trotz Keynote-Vortrag bereit beim Frühstück Frage und Antwort zu stehen. Komplettiert wurde das Senior-Scientist-Quartett durch Prof. Dr. Dennis Tappe vom Bernhard-Nocht-Institute in Hamburg und Prof. Dr. Maren von Köckritz-Blickwede von der TiHo Hannover.

„Ich bin selbst überrascht, dass ich jetzt bereits zu den Senior Scientist gezählt werde“, gab Prof. Tappe lachend preis und konnte damit gleich einmal das Eis brechen. Aber auch an den anderen Tischen entwickelten sich schnell angeregte Gespräche, sodass die Zeit bis sich die Senior Scientists im Rotationsprinzip an den nächsten Tisch begaben, sehr schnell verstrich.

Neben Einblicken in die persönliche Karriere und Tipps für die eigene Karriereplanung teilten die Senior Scientists auch Erfahrungen, die sie im Laufe der Karriere mit dem Publizieren, dem Anträge Schreiben oder der Arbeit im Ausland gemacht hatten, mit den Nachwuchswissenschaftler*innen.

Prof. von Köckritz-Blickwede berichtete zum Beispiel von ihrer Zeit als Forscherin in den USA und dem dortigen Wissenschaftssystem. Mit Dr. Solano-Gallego hatten die Anwesenden zudem die Möglichkeit aus erster Hand Informationen über die universitäre Forschung im europäischen Ausland zu bekommen. Mit seiner jahrelangen Erfahrung in der Gremienarbeit konnte Prof. Hörauf wertvolle Ratschläge für Projektanträge geben und sensibilisierte die jungen Wissenschaftler*innen dafür, wie wichtig individuelle Herausstellungsmerkmale in Bewerbungsunterlagen sein können. Prof. Tappe appellierte dafür, Möglichkeiten zur Weiterqualifizierung wahrzunehmen und sich damit ein solides Methodenrepertoire aufzubauen. Eine interdisziplinäre Ausbildung könne dabei helfen, Fragestellungen in der Wissenschaft aus neuen Blickwinkeln zu betrachten.

Alles in Allem erhielt das Young Scientist Breakfast viel positives Feedback von den Beteiligten. Dabei stellte das Veranstaltungsformat sein hohes Vernetzungspotenzial zwischen Disziplinen und Karrierestufen unter Beweis.

Die nächste Gelegenheit für Promovierende und Postdocs am YSB teilzunehmen wird im Oktober 2020 im Rahmen des Internationalen Symposiums für Zoonoseforschung sein.

Text: Dana Thal

Prof. Hörauf beim YSB 2019

Engagiert teilte Prof. Hörauf seine Erfahrungen mit dem wissenschaftlichen Nachwuchs an seinem Tisch.

Prof. von Köckritz-Blickwede beim YSB 2019

Auch wenn es kein „Frühstück im Grünen“ wie auf dem Bild von Manet war, beantwortete Prof. von Köckritz-Blickwede gutgelaunt die Fragen der jungen Wissenschaftler*innen beim Nachwuchsfrühstück.

YSB 2019

Wie sieht eine Forschungskarriere im europäischen Ausland aus? Dr. Laia Solano-Gallego von der Universitat Autònoma de Barcelona (UAB) aus Spanien konnte darüber berichten.

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