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Zoonosen – eine globale Herausforderung

Symposium für Zoonosenforschung am 6. und 7. Oktober in Berlin

29. September 2011. Zoonosen, also durch Viren, Bakterien oder Parasiten hervorgerufene Infektionskrankheiten, die wechselseitig zwischen Tieren und Menschen übertragen werden können, stehen im Mittelpunkt des dritten Nationalen Symposiums für Zoonosenforschung in Berlin. Am 6. und 7. Oktober diskutieren rund 350 nationale und internationale Wissenschaftler aus verschiedenen Fachdisziplinen über Infektions- und Übertragungsmechanismen, neue Diagnostikmethoden und Risikoabschätzungen zum Auftreten zoonotischer Infektionen.

Zoonosen machen weder vor biologischen Artgrenzen noch vor Ländergrenzen Halt. Durch Faktoren wie eine gesteigerte Mobilität, verstärkte Landnutzung, wachsende Bevölkerung und Klimaveränderungen nimmt ihre weltweite Bedeutung zu. Beispielsweise breitete sich SARS rasch entlang von Transport- und Reiserouten aus. Der Einfluss von Ökosystemen wurde anhand der Entstehung und Verbreitung der aviären Influenza (H5N1) deutlich.
 
Zoonosen stellen somit eine umfassende, globale Herausforderung dar, die eine Vernetzung über Länder und Forschungsdisziplinen hinweg verlangt. So unterhält die Welternährungsorganisation FAO ein globales Präventions- und Informationssystem für Tierseuchen und Zoonosen. In Europa wird bereits seit einigen Jahren die Ausbreitung von bisher als exotisch geltenden Erregern wie beispielsweise des West-Nil-Virus oder des Usutu-Virus beobachtet.
 
Veranstalter des Symposiums ist die Nationale Forschungsplattform für Zoonosen, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Aufgabe der Plattform ist es, biomedizinische Grundlagenforschung mit angewandten Bereichen der Human- und Tiermedizin eng zu verknüpfen, um durch einen verstärkten Erfahrungsaustausch auf nationaler und internationaler Ebene die Forschungsaktivitäten im Bereich Zoonosen zu intensivieren.
 
Die Geschäftsstelle der Forschungsplattform wird gemeinsam vom Institut für Molekulare Virologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, dem Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger am Friedrich-Loeffler-Institut, Greifswald – Insel Riems und der TMF – Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e. V., Berlin, betrieben.

 

Um Ihnen das Themenfeld Zoonosen und die Highlights des diesjährigen Symposiums näher zu bringen, laden wir Sie herzlich zum Pressegespräch ein.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

10:00 Uhr

Raum Steglitz

Best Western Hotel Steglitz International, Albrechtstr. 2, 12165 Berlin

 

Als Gesprächspartner stehen zur Verfügung:

  • Dr. Stephane de La Rocque, The Emergency Prevention System (EMPRES), Animal Production & Health Division (AGAH), FAO – Food and Agriculture Organization of the United Nations, Rom
  • Prof. Dr. Dirk Pfeiffer, Veterinary Epidemiology and Public Health, Royal Veterinary College, London
  • Prof. Dr. Stephan Ludwig, Institut für Molekulare Virologie, Zentrum für Molekularbiologie der Entzündung, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
  • Prof. Dr. Martin H. Groschup, Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Friedrich-Loeffler-Institut, Greifswald – Insel Riems
  • Sebastian C. Semler, TMF – Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e. V., Berlin

 

Um eine Akkreditierung über den Pressekontakt wird gebeten. Darüber hinaus sind alle Journalisten herzlich eingeladen, auch das Symposium zu besuchen.

Weitere Informationen zum Symposium und das aktuelle Programm finden Sie unter www.zoonosen.net. Gern senden wir Ihnen auf Anfrage einen Abstractband zu.

 

Ansprechpartner für die Medien:

Elke Reinking, Tel.: 038351 71244, E-Mail: elke.reinking@fli.bund.de
vor Ort: Dr. Anke Wiethölter, E-Mail: anke.wiethoelter@fli.bund.de


 


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