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Usutuvirus in toter Amsel entdeckt

Tropisches Virus hat zoonotisches Potential

21. September 2011. Wissenschaftlern des Bernhard-Nocht-Institutes für Tropenmedizin (BNI) in Hamburg gelang am 13. September 2011 der Nachweis des tropischen Usutuvirus in einer Amsel, die in Hessen verendet war.
 
Für die Wissenschaftler ist der Fund ein Beleg für das gut funktionierende Frühwarnsystem, da die Amsel und in der Folge das Virus im Rahmen des Projekts "Vorkommen von Stechmücken in Deutschland", das von der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Stechmückenplage (KABS) durchgeführt wird, gefunden wurden. Von Experten wurde bereits vermutet, dass das Virus die Ursache für das seit zwei Monaten auftretende, massenhafte Amselsterben in Süddeutschland ist. Als Überträger des Virus gelten infizierte Stechmücken.
 
„Der Befund ist zwar alarmierend, da Usutu-Viren auch den Menschen infizieren können, jedoch sind in Deutschland bisher keine Infektionen von Menschen diagnostiziert worden“, sagt Dr. Jonas Schmidt-Chanasit, Leiter der virologischen Diagnostik am BNI. Zum aktuellen Zeitpunkt gäbe es aber keinen Hinweis darauf, dass eine Übertragung auf Menschen stattfände oder eine Epidemie bevorstehe.
 

Weitere Informationen zum Vorkommen des Usutuvirus finden Sie unter:
 
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
 
Friedrich-Loeffler-Institut - Bundesinstitut für Tiergesundheit


 


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