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Zecken und FSME

Neue Informationsangebote im Internet zum Schutz der Bevölkerung

29. März 2011 Der Frühling steht vor der Tür. Ab sofort erwarten uns draußen wieder Zecken und mit ihnen der Erreger der Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME). Laut amtlicher Statistik, die am 16. März von der Universität Hohenheim vorgestellt wurde, ist das Risiko, sich mit FSME zu infizieren in Baden-Württemberg am höchsten. Damit sich die Bevölkerung möglichst effektiv gegen Zeckenstiche schützen kann, gibt es inzwischen auch im Internet Informations- und Präventionsangebote, die über Zecken aufklären.

 

Infektionsverlauf

Nach Aussagen von Prof. Dr. Reinhard Kaiser, Chefarzt der Neurologie an der Stadtischen Klinik Pforzheim, verläuft die Infektion mit FSME in der Hälfte der Fälle schwer und mit teilweise langwierigen Folgeschäden, wie Lähmungen, Atemschwäche, Gleichgewichts-, Schluck- und Sprechstörungen.

 

Impfung

Im Gegensatz zur ebenfalls von Zecken übertragenen bakteriellen Infektion Borreliose, existiert gegen das Virus der FSME ein Impfstoff, dessen Anwendung von der Ständigen Impfkommission in den Risikogebieten empfohlen wird. Die Bereitschaft, Kinder zu impfen, ist laut Dr. Isolde Piechotowski vom Landesministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren in Baden-Württemberg, in der Bevölkerung höher als die Bereitschaft, Erwachsene zu impfen (37% gegenüber 26%). Da bei Erwachsenen aber häufiger schwere Verläufe zu befürchten sind, raten Experten den Eltern, wenn sie ihre Kinder impfen lassen, sich selbst gleich mit impfen zu lassen.

 

Zeckenstiche vermeiden
Zeckenstiche - und somit die Übertragung von Krankheiten durch Zecken - lassen sich durch Vorsichtsmaßnahmen, wie zum Beispiel Tragen geeigneter Kleidung, Verwendung von abwehrenden Mitteln ("Repellentien") und Meiden von Unterholz und hohem Gras zu einem gewissen Teil vermeiden. Das Risiko gestochen zu werden, hängt jedoch auch mit der Aktivität der Zecken selbst zusammen. Im Rahmen eines Projektes an der Universität Hohenheim wurde die Internetseite www.zeckenwetter.de ins Leben gerufen, auf der sich Interessierte über den aktuellen Grad der Zeckenaktivität in bestimmten Regionen informieren können. Die Aktivitätsrate, die unter anderem von Temperatur und Feuchtigkeit abhängt, lässt sich anhand sehr regionaler Wetterprognosen gut vorhersagen, so die Betreiber der Internetseite, Firma tick-radar.
 

 
Wenn Sie sich weiter über Zecken oder FSME informieren möchten, klicken Sie die folgenden Links an:
 
Ständige Impfkommission
 
FSME-Risikogebiete in Deutschland (Robert Koch-Institut)

 
Konsiliarlabor für FSME am Robert Koch-Institut

 
NRL für durch Zecken übertragene Krankheiten am Friedrich-Loeffler-Institut - Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit
 
Uni Hohenheim - Pressemitteilung Zecken und FSME
 
www.zeckenwetter.de



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