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Botulismus in Rinderbetrieben häufiger als vermutet

Forschung in Hannover bringt neue Erkenntnis

19. Oktober 2010 Botulismus ist eine durch Giftstoffe des Bakteriums Clostridium botulinum hervorgerufe Erkrankung mit Lähmungserscheinungen. Das Botulinumtoxin zählt zu den stärksten Nervengiften, die in der Natur vorkommen. Kleinste Mengen reichen aus, um krank zu machen. Die Erreger haben die Fähigkeit, in der Umwelt über Monate hinweg stabil, als sogenannte Sporen vorzuliegen, was ihre Gefährlichkeit ausmacht. Nun wies ein Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover nach, dass Botulismus in Rinderbetrieben häufiger vorkommt, als bisher angenommen. Und offensichtlich beschränkt sich die Krankheit nicht nur auf die Tiere.

Dr. Dirk Dressler forschte in den letzten Jahren unter anderem finanziert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Forschungsverbund Botulinom an der Zoonose Botulismus und ihren Auswirkungen auf den menschlichen Organismus. Im Rahmen seiner Forschung, die ihn an die Medizinische Hochschule Hannover führte, untersuchte er Landwirte, die an Botulismus erkrankt waren und in deren Rinderherden der Erreger Clostridium botulinum sowie erkrankte Tiere vorkamen. Er plädiert nun dafür, die Erkrankung ernst zu nehmen und die Forschung zu intensivieren. Besonders im Hinblick auf mögliche Übertragungswege - seien es Futtermittel, Staub oder Kot - ist noch vieles unklar.

 

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