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Pilotprojekt Ko-Infektionen zecken-übertragener Erreger - ihre Assoziation mit  Reservoirwirten und Habitaten 

Ziel des Pilotprojektes ist Assoziationen verschiedener ko-infizierender zecken-übertragener Erreger mit Reservoirwirten bzw. Habitaten zu erkennen. Es soll untersucht werden, ob Ko-Infektionen zwischen bestimmten Erregern häufiger als erwartet vorkommen und somit eine besondere Infektionsgefahr für Mensch und Tier darstellen. Die Untersuchung auf ko-infizierende Erreger in wirtssuchenden Zecken von Flächen mit unterschiedlicher Landnutzung aus verschiedenen Gebieten Deutschlands erlaubt neben der Bestimmung potenzieller Reservoirwirte, besonders auffällige Prävalenzen mit bestimmten Habitaten zu assoziieren und die geografische Verbreitung der Erreger abzuschätzen.

Es werden Zecken aus mehreren Jahren analysiert, um mittels Zeitreihe Rückschlüsse auf die Stabilität eines Übertragungsherdes zu ziehen. Die Häufigkeit von Ko-Infektionen soll für die Entwicklungsstadien der Zecken verglichen werden, da dies auf gleichzeitige bzw. sequentielle Aufnahme der ko-infizierenden Erreger hinweist. Um die transovarielle Infektion der Zeckenlarven zu bestätigen oder auszuschließen, werden Larven, die von gesogenen Zeckenweibchen stammen, untersucht. Prävalenzen in wirtsassoziierten Zecken und Wirtstierproben aus denselben Gebieten werden denen in wirtssuchenden Zecken gegenübergestellt. Anhand von Proben verschiedener Organe von Kleinsäugern, die im Rahmen des Querschnittsprojekts Nagetiernetzwerk gefangen werden, wird außerdem die Nachweisbarkeit der Erreger in den Organtypen quantitativ verglichen.

 

Koordination: Dr. Dania Richter (Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig Fakultät 3 - Architektur, Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften Institut für Geoökologie Abt. Umweltsystemanalyse)

Förderdauer: 18 Monate

Projektstart: 01.07.2014 

Förderer: BMBF


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