Logo BMBF

Filter zurücksetzen | Suche

MERS-CoV (Middle East respiratory syndrome coronavirus)

Direkter Kontakt, Neu auftretende Erreger

  

MERS ist eine durch ein Coronavirus (MERS-CoV) verursachte Infektionskrankheit, die erstmals 2012 auf der arabischen Halbinsel festgestellt wurde und  seitdem durch infizierte Reisende in verschiedene Länder importiert wurde, dort bislang aber nur zu Einzelausbrüchen führte.

Reservoir und Übertragungswege

Die Übertragung erfolgt durch Tröpfchen- und Schmierinfektion. Als ursprüngliches Erregerreservoir werden Fledermäuse, als Zwischenwirte Dromedare vermutet. Die Krankheit kann von Mensch zu Mensch durch Niesen, Husten und dadurch kontaminierte Hände übertragen werden. Der genaue Übertragungsweg  von Tier zu Mensch ist noch nicht geklärt (Stand Oktober 2014); vermutlich spielen der enge Umgang mit infizierten Dromedaren und der Verzehr von Dromedar-Rohmilch eine wichtige Rolle bei der Ansteckung.

Symptome

Die Inkubationszeit beträgt meist weniger als eine Woche. Nach anfänglich unspezifischen Symptomen (Fieber, Müdigkeit, Kopfschmerzen) kann sich eine atypische Lungenentzündung entwickeln, die häufig mit akutem Nierenversagen einhergeht. Die Krankheit verläuft meist schwer und nicht selten tödlich.

Risikogruppen

  • Personen mit einem geschwächten Immunsystem , chronischen Atemwegs-/ Nierenerkrankungen oder Diabetes mellitus  
  • Ältere Personen     
  • Personen, die lokal engen Kontakt mit Dromedaren pflegen und Dromedar-Rohmilch verzehren

Relevanz für Deutschland

MERS ist in Deutschland vor allem als eingeführte Reisekrankheit von Bedeutung. Seit 2012 kam es zu Einzelausbrüchen in verschiedenen Ländern Europas, Asiens und den USA durch infizierte Reisende. Insbesondere der Haddsch, die islamische Pilgerfahrt nach Mekka, stellt hinsichtlich weltweiter Verbreitung des Virus ein besonderes Risiko dar. Aktuell (Stand Oktober 2014) wurden weltweit 877 Erkrankte von der WHO registriert, von denen 317 verstarben.

Bekämpfung/Prophylaxe

Zurzeit existiert kein für Menschen zugelassener Impfstoff.

Forschung in Deutschland

http://www.virology-bonn.de/index.php?id=40

http://www.dzif.de/news_presse/news_pressemitteilungen/ansicht/detail/artikel/coronaviren_auf_schnellstem_weg_zum_impfstoff/ 

Weiterführende Links

http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/M/MERS_Coronavirus/MERS_Coronavirus_node.html;jsessionid=F470514308D9A34B7C25994D10BBEB24.2_cid381

http://www.who.int/csr/disease/coronavirus_infections/en/

http://www.ecdc.europa.eu/en/publications/_layouts/forms/Publication_DispForm.aspx?List=4f55ad51-4aed-4d32-b960-af70113dbb90&ID=1082

Download

Hier können Sie die Informationen als PDF herunterladen.  



Zoonosen-Lexikon


Save the Date


 

12.-13.10.2017, Berlin

Die Registrierung ist geöffnet!


Interviews

„Wie man sich das in der Zoonosenforschung vorstellt“

Prof. Dr. Jonas Schmidt-Chanasit über die Kooperation zwischen Human- und Tiermedizin und die Entdeckung eines neuen Borna-Virus

[ mehr ]

News

Tropenviren bald auch in Europa? Bayreuther Forscher untersuchen Folgen des Klimawandels

Pressemitteilung der Universität Bayreuth

 
[ mehr ]

Termine

Antibiotika-Gebrauchssurveillance & Bewertung: Was muss der ÖGD wissen? (Oldenburg)

22.08.2017
[ mehr ]

51st Annual Scientific Conference of the German Mycological Society (DMykG) e. V. (Münster)

31.08.2017 - 02.09.2017
[ mehr ]



DIP

Einblick in die Datenbank der Zoonosenplattform

Beispiel: Mitgliederverteilung