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Workshop INTEGRIERTE NUTZTIERMODELLE

Rückblick

  

Moderne Methoden der Biomedizin - bis hin zur Erzeugung transgener Tiere - machen Nutztiere zunehmend als Modellsysteme zur Erforschung zoonotischer Infektionskrankheiten attraktiv. Welche Einsatzmöglichkeiten bieten Rind, Schwein & Co. als Nutztiermodelle? Die verschiedenen Facetten dieser Frage erläuterten mehr als 70 Expertinnen und Experten am 5. Oktober in Berlin beim Workshop INTEGRIERTE NUTZTIERMODELLE zu dem das Institut für Molekulare Pathogenese des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) und die Nationale Forschungsplattform für Zoonosen eingeladen hatten.

Bei der Veranstaltung wurde in einem ersten Schritt der aktuelle Forschungsbedarf im Kontext zoonotischer Erreger beleuchtet. Die verschiedenen Forschungsfragen, bei welchen bereits Nutztiere als Modellsysteme eingesetzt werden, wurden vorgestellt und intensiv diskutiert. Dabei zeigte sich, dass es nach wie vor einen hohen Forschungsbedarf bezüglich immunologischer Fragestellungen bei den verschiedenen Nutztiermodellen gibt. Bernd Kaspers von der LMU München brachte es folgendermaßen auf den Punkt "Das Huhn ist keine Maus mit Federn".

Die Wissenschaftlerinnen und Wisschenschaftler waren sich einig, dass sich zentrale Fragestellungen der Zoonosenforschung mit der Maus als alleinigem Modellsystem nicht hinreichend erforschen lassen. Nutztiermodelle sind aufgrund der Ähnlichkeit in Physiologie und Anatomie besonders wertvoll bei der präklinischen Testung neuer Wirkstoffe sowie bei der Erforschung von Virulenz & Adaption zoonotischer  Erreger.

Ziel des Workshops war es, langfristig interdisziplinäre Forschungskollaborationen  unter Einbindung von Nutztieren als Modellsysteme zu initiieren. Die Teilnehmer waren sich einig, dass der Workshop einen guten Überblick über die Einsatzmöglichkeiten von Nutztieren als Modellsysteme lieferte und somit den Auftakt  für eine Intensivierung der Zusammenarbeit sowie zukünftige Verbundprojekte darstellt.

   

Programm inkl. Teilnehmerliste

   

Mit Unterstützung von

 

letzte Änderung 06.12.2013

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