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Workshop BEAD-BASED ARRAY TECHNOLOGIES

Rückblick

 

Die Nationale Forschungsplattform für Zoonosen veranstaltete am 7. November 2011 gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut (RKI) den Workshop „Bead-based Array Technologies“ in Berlin. Ziel der Veranstaltung war es, den aktuellen Stand und die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten dieser Technologie auf dem Gebiet der zoonotischen Infektionskrankheiten vorzustellen und zu diskutieren. Mehr als 50 Teilnehmer aus Forschung, Klinik und Industrie nahmen an der Veranstaltung teil und diskutierten die neuesten Forschungsergebnisse, die anhand zahlreicher Anwendungsbeispiele demonstriert wurden.

 

Der Vizepräsident des RKI, PD Dr. Lars Schaade, begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und wies auf die besondere Bedeutung der Bead-basierten Array-Technologie bei der Erforschung und Bekämpfung zoonotischer Infektionskrankheiten hin. Im Anschluss daran führte Frau Dr. Brigitte Dorner – die Initiatorin und wissenschaftliche Leiterin der Veranstaltung – in die Thematik ein.

Der erste Teil der Veranstaltung widmete sich dem Einsatz von Bead-basierten Array-Technologien bei der Analyse von Nukleinsäuren. Praktische Einsatzoptionen aus Forschung und Klinik wurden von Dr. Neil LeBlanc (The National Veterinary Institute, Uppsala), Dr. Indra Bergval (Royal Tropical Institute, Amsterdam), Dr. Stefan Erkeland (Erasmus University Medical Center, Rotterdam), John Ramble (St.Thomas' Hospital, London) und PD Dr. Oliver Schildgen (Kliniken der Stadt Köln) vorgestellt. In allen Beiträgen zeigten sich die großen Vorteile der Bead-basierten Array-Technologien: die Identifikation mehrerer Zielmoleküle in einem Versuchsansatz, Zeitersparnis im Vergleich zu herkömmlichen Untersuchungsmethoden sowie Validität der Methodik wodurch der Einsatz in der Routinediagnostik möglich ist.

Der zweite Teil des Workshops beleuchtete die Einsatzmöglichkeiten der Bead-basierten Array-Technologien bei der Identifikation von Proteinen. Dr. Lucy Fairclough (University of Nottingham) lieferte beeindruckende Vergleichsdaten zur Detektion von Zytokinen bei Verwendung unterschiedlicher Messgeräte. Dr. Fimme Jan van der Wal (Central Veterinary Institute, Lelystad) zeigte mit seinem Beitrag wie mittels der Bead-basierten Array Technologie zukünftig mikrobielle Pathogene im Hochdurchsatzverfahren analysiert werden können. Den Einsatz von Autoimmunantikörpern als Biomarker - und somit die Möglichkeit des „autoimmune profiling“ beschrieb Dr. Heike Göhler von der Firma Protagen. Technische Weiterentwicklungen auf dem Gebiet der Technologie stellten Prof. Edwin Donath (Universität Leipzig) und Prof. Matthias Mack (Hochschule Mannheim) vor; sie gaben damit einen Ausblick zur weiteren Entwicklung der Technologie. Dr. Diana Pauly (Robert Koch-Institut, Berlin) zeigte zum Abschluss des Workshops, dass sich die Bead-basierte Array-Technologie hervorragend zur Detektion humanpathogener, komplexer Botulinum Neurotoxine (BoNT) eignet.

Mit einer Besichtigung der Robert Koch-Museums endete die Veranstaltung am späten Nachmittag.  

Zusammenfassend bot der Workshop die Gelegenheit die Fortschritte auf dem Gebiet der Bead-basierten Array-Technologie mit renommierten europäischen Expertinnen und Experten darzustellen und somit den aktuellen Kenntnisstand zu reflektieren. Die intensiven Diskussionen zu den Vorträgen zeigten, dass die Veranstaltung eine Vielzahl neuer Anregungen für zukünftige Forschungsprojekte lieferte. Durch die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den vertretenen Arbeitsgruppen sind die Weiterentwicklung und die Erschließung neuer Anwendungsfelder für die innovative Technologie möglich. Diese methodischen Weiterentwicklungen tragen zu einem vertieften Verständnis bei der Prävention und Bekämpfung zoonotischer Infektionskrankheiten bei.

  

von links nach rechts: Prof. Matthias Mack, PD Dr. Oliver Schildgen, Dr. Lucy Fairclough, Dr. Stefan Erkeland, Dr. Indra Bergval, Dr. Fimme Jan van der Wal, Dr. Diana Pauly, Dr. Neil LeBlanc, Dr. Brigitte Dorner, Dr. Heike Göhler, John Ramble

      

Programm mit Teilnehmerliste

  

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