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Nachbericht Junior Scientist Zoonoses Meeting 2019

(english version)

Das Junior Scientist Zoonoses Meeting (JSZM) ist eine jährlich von der Nationalen Forschungsplattform für Zoonosen für ihre Doktoranden und Postdocs organisierte Veranstaltung. Im Jahr 2019 fand das Meeting am Robert Koch-Institut vom 20. – 22.06.2019 in Berlin statt. Neunundvierzig Nachwuchswissenschaftler*innen der Zoonosen Plattform aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen nahmen an der Veranstaltung teil.

Die Unterstützung von Nachwuchswissenschaftler*innen ist ein wichtiges Ziel der Nationalen Forschungsplattform für Zoonosen. Aus diesem Grund organisiert die Geschäftsstelle auf der Insel Riems, Greifswald, jährlich das JSZM an wechselnden renommierten Forschungseinrichtungen in Deutschland. In diesem Jahr wurde das Meeting mit der freundlichen Unterstützung des Robert Koch-Instituts (RKI) an einem seiner Forschungsstandorte in Berlin realisiert.

Gruppenbild der Teilnehmer*innen des JSZM 2019 in Berlin (Foto: Andrea Schnartendorff)

Das Treffen wurde von 49 Nachwuchswissenschaftler*innen besucht, die am ersten Tag mit einer Führung durch den historischen Institutsteil und dem Museum des RKIs in das Meeting starteten. Nach einem kurzen Ausflug in die Geschichte der Infektionsforschung in Deutschland und zu den Anfängen des „One Health“ Gedankens, hatten die Teilnehmer*innen die Möglichkeit ihre eigene aktuelle Forschungsarbeit in kleinen moderierten „Round Table Discussions“ zu präsentieren. Auch wenn die Getränkeversorgung am ersten Tag nicht ganz mit den sommerlichen Temperaturen Berlins mithalten konnte, fanden viele angeregte wissenschaftliche Diskussionen statt. Ergänzt wurde das Programm am ersten Tag durch einen Vortrag von Dr. Susanne Möhring (Forschungszentrum Jülich GmbH), die einen kleinen Überblick zu den Fördermöglichkeiten des Bundes gab.

Der zweite und dritte Tag des Meetings waren geprägt durch die Vorträge verschiedener Gastredner, die Einblicke in ihre vielfältigen persönlichen Karrierewege sowie aktuellen Forschungsarbeiten gewährten, Ratschläge weitergaben und Fördermöglichkeiten/ Karriereoptionen aufzeigten.

Teilnehmer*innen des JSZM 2019 beim Vortrag von Dr. Sandra Junglen (Foto: Andrea Schnartendorff)

Die Vielfältigkeit der Sprecher spiegelte hierbei die Interdisziplinarität der Teilnehmer*innen des Meetings wider. Während Dr. Annisa Chand (Nature Food) einen Einblick in die Publikationsmöglichkeiten bei Nature und ihrer Tätigkeit als Editorin gab, berichteten Dr. Sandra Junglen (Charité Berlin) und Prof. Ilse Jacobsen (HKI/ FSU Jena) von ihrer Forschungsarbeit. Persönliche Einblicke in eine Wissenschaftskarriere gewährten Prof. Stefanie Becker (TiHo Hannover), Dr. Imke Steffen (TiHo Hannover), Dr. Anton Aebischer (RKI) und Dr. Victor Corman (Charité Berlin), wobei alle eine Fülle von guten Tipps für die Teilnehmer*innen bereithielten. Zumal Dr. Aebischer verdeutlichte das eine Entscheidung, die retroperspektiv betrachtet vielleicht Karrieretechnisch suboptimal war, nicht unbedingt dazu führen wird, dass man privat und beruflich unzufrieden sein wird. Das auch einmal die Karriere eines Geschäftsführers einer transnationalen Forschungseinrichtung als Doktorand begonnen hat, war bei dem Vortrag von Prof. Ullrich Kalinke (TWINCORE) eine motivierende Erkenntnis. Alternative Karrierewege im Wissenschaftsmanagement und im öffentlichen Gesundheitsdienst wurden von Dr. Ulrike Gerischer (Max-Planck-Institut) und Dr. Brigitte Thoms (LAVES) vorgestellt.

Ein großer Dank geht an dieser Stelle an alle eingeladenen Gastredner für ihre inspirierenden Vorträge und ihr großes Engagement in den nachfolgenden Diskussionen!


Teilnehmer*innen des JSZM 2019 während der Postersessions (Foto: Andrea Schnartendorff)

Ergänzt wurden die Beiträge durch weitere Postersessions in den Pausen sowie regen Austausch der Teilnehmer*innen bei einer Tasse Kaffee oder bei den Abendveranstaltungen. Am zweiten Tag des JSZM fand zudem die Wahl des Vertreters/ der Vertreterin für den wissenschaftlichen Nachwuchs im Internen Beirat der Zoonosenplattform statt. Wir gratulieren Julia Assmann (RKI) zu ihrer Wahl und freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit.

Vielen Dank an dieser Stelle an alle Teilnehmer*innen für ihre rege Beteiligung am Meeting und der tollen Atmosphäre während der Veranstaltung. Ein besonderer Dank geht zudem an Julia Assmann und Dominik Harms, die so engagiert bei der Planung des Meetings geholfen haben. Zudem danken wir dem Robert Koch-Institut für die Bereitstellung der Räumlichkeiten.

Mit dem Meeting konnte ein weiterer Schritt in Richtung interdisziplinärer Vernetzung von Wissenschaftler*innen in der Zoonosenforschung gemacht werden. Ein Schritt, der uns auch näher an die Realisierung des „One Health“ Gedankens führen kann.

Der Ort für das Meeting im nächsten Jahr wird bald bekannt gegeben.

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