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  NEWSLETTER | Dezember 2014  
 
   
 

Editorial



     

Liebe Leserin, lieber Leser!

Zoonosen und Zoonosenforschung waren in diesem Jahr in aller Munde. MERS, Ebola, Influenza ... all diese Erreger demonstrieren eindrücklich, wie Zoonosen Einfluss auf die Gesellschaft nehmen. Und sie zeigen auch, dass nur eine vereinte Forschungslandschaft adäquat darauf zu reagieren vermag, denn ein heterogenes Netzwerk kann flexibel auf die verschiedenen Anforderungen reagieren. Bei Ebola ist medizinische Soforthilfe in den Ausbruchsländern notwendig, wie der Vortrag von Maximilian Gertler auf dem Zoonosensymposium 2014 zeigte. Bei MERS wird den Durchbruch vermutlich erst eine Vakzine bringen können - eine Vakzine für Kamele, die die Epidemie bei den Tieren eindämmt und somit die Übertragung auf den Menschen unterbricht. Die aktuellen Influenza-Ausbrüche in Geflügelhaltungen in Europa belegen, wie wichtig es ist, nicht nur auf H5N1 oder H1N1 zu schauen, sondern das ganze Spektrum an möglichen Influenza-Subtypen im Blick zu behalten.

Um die notwendigen Forschungsarbeiten durchführen zu können und die Grundlagen für eine Umsetzung in den klinischen Alltag, die öffentlichen Gesundheitsdienste, Veterinärämter und Lebensmittelbehörden zu schaffen, müssen passende Rahmenbedingungen für Forschung bestehen. Die prompte Ausschreibung für neue Ebolaprojekte durch das BMBF zeigte, dass in Krisenreaktionen schnell gehandelt werden kann. Wichtig ist und bleibt aber auch die kontinuierliche Förderung für die Breite der Zoonosenforschung. Denn keiner kann vorhersagen, was als nächstes kommt. Daher ist bestmögliche Vorbereitung im gesamten Zoonosenspektrum wichtig.

 

Wir wünschen Ihnen allen eine ruhige Weihnachtszeit und ein gesundes Jahr 2015. 

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihre

Geschäftsstelle der Nationalen Forschungsplattform für Zoonosen

 
             
   
 

News aus der Zoonosenplattform

     

Wahl des Internen Beirats

Auf der Mitgliederversammlung der Zoonosenplattform am 16. Oktober 2014 wurde der Interne Beirat neu gewählt. Das Gremium besteht nun aus 16 Personen, die in den kommenden 12 Monaten die Aktivitäten der Zoonosenplattform lenken werden.

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Stellungnahme zu Dual Use

Wissenschaftsfreiheit und Wissenschaftsverantwortung bei der Planung, Durchführung und Veröffentlichung potenziell riskanter Forschungsvorhaben wurden seit der Veröffentlichungsdebatte um die Influenzaversuche von Fouchier und Kawaoka an Frettchen, die mit einer Steigerung der Pathogenität der Erreger einhergingen, viel diskutiert. Die Gesellschaft für Virologie veröffentlichte im Sommer 2014 schließlich eine Stellungnahme, die Bezug auf bereits geäußerte Stellungnahmen und Anregungen für das weitere Vorgehen nimmt. Dieser Stellungnahme schließt sich die Zoonosenplattform nun weitgehend an. Das bedeutet, dass die Stellungnahme von einer großen Breite der Infektionsforschung in Deutschland unterstützt wird.

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Schaufenstermodul im DIP

Im Datenbankinternetportal (DIP) der Zoonosenplattform sind Daten der Mitglieder, ihrer Forschungsfelder, zu Institutionen und Probensammlungen hinterlegt. Diese Daten sind im Detail nur für eingeloggte Mitglieder sichtbar. Um die Menge der Daten nach außen sichtbar zu machen - sie sozusagen in einem Schaufenster zu präsentieren - wurde ein neues Modul etabliert. Auf interaktiven Karten und Grafiken wird jetzt ein erster Überblick gegeben. Schauen Sie doch einmal rein! Für den Nutzwert des DIP ist es außerdem wichtig, dass Sie Ihre Daten im Mitgliederbereich (Login erforderlich) aktuell halten.

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Projekte

     

Querschnittsprojekt führt zu konkreten, umsetzbaren Ergebnissen

Landkarte von Baden-Württemberg

Wird das nächste Jahr ein "Hanta-Jahr"? Oder wird es eher wenige Krankheitsfälle bei Menschen geben? Diese Fragen beschäftigen das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg in jedem Herbst erneut. Im Rahmen des Querschnittsprojektes "Monitoring sylvatischer Zoonosen", das vom Landesgesundheitsamt (LGA) in Stuttgart koordiniert wurde, wurde eine interaktive Risikolandkarte erstellt, die ab diesem Winter auf der Website des LGA online sein wird.

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Projektanträge mit Anwendungsbezug

Road 2015Unter dem Dach der Zoonosenplattform werden von den Bundesministerien BMBF, BMEL und BMG Pilot- und Querschnittsprojekte gefördert. Die Einreichungsfrist zur nächsten Sitzung des Internen Beirats, der die Begutachtung der Anträge vornimmt, ist am 12. Januar 2015. Besonders willkommen sind Projektanträge mit Bedeutung für die Arbeiten des Öffentlichen Gesundheitsdienstes oder mit klinischem Bezug. Derzeit werden fünf Projekte unter dem Dach der Zoonosenplattform gefördert. Drei weitere Projekte werden demnächst starten.

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Veranstaltungsrückblick

     

Joint Conference: German Symposium on Zoonoses Research 2014 and 7th International Conference on Emerging Diseases

Zoonosensymposium 2014 - Blick in den Saal

Am 16. und 17. Oktober fand in Berlin das diesjährige Zoonosensymposium statt. Als Joint Conference: German Symposium on Zoonoses Research 2014 and 7th International Conference on Emerging Zoonoses wurde das Symposium als internationale Veranstaltung mit Partnern aus den USA - Jürgen Richt und Heinz Feldmann - gemeinsam organisiert. Zahlreiche Poster und Vorträge von Teilnehmern aus 37 Ländern sorgten für ein wissenschaftlich anspruchsvolles Programm.

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Nachwuchsworkshop

Vom 13. bis. 15. Oktober fand der alljährliche Nachwuchsworkshop der Zoonosenplattform statt. Mit 23 ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden die Themen „Scientific Writing“ und „Einführung in die Grundlagen des Projektmanagements und der Konfliktbewältigung" theoretisch und in praktischen Übungen erarbeitet.

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Workshop "Wie schreibe ich einen erfolgreichen ERC Starting und Consolidator Grant?"

offizielles ERC-Logo

Im Frühjahr 2015 wird es erneut die Möglichkeit geben, beim Europäischen Forschungsrat Mittel für Starting oder Consolidator Grants einzuwerben. Erfahrene Wissenschaftler gaben auf einem Workshop in Münster ihr Wissen, wie ein erfolgreicher Antrag gestaltet sein sollte, an junge, motivierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weiter.

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Veranstaltungen

     

2nd Workshop on Q-Fieber

Am 31. März und 1. April 2015 wird in Jena ein Workshop zum Thema Q-Fieber ausgerichtet. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen, daran teilzunehmen.

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Grundlagen des Datenmanagements

An der TiHo Hannover wird am 23. und 24. April 2015 ein Workshop zum Thema Datenmanagement stattfinden. Daten sinnvoll zu erheben, strukturiert zu sammeln und abzulegen ist eine wesentliche Grundlage für qualitativ hochwertige Forschung. Zudem ist es Voraussetzung dafür, dass Daten langfristig nachvollziehbar verwendet werden können. Gutes Datenmanagement soll im Rahmen dieses Workshops anhand praktischer Beispiele erlernt und trainiert werden. Eingeladen sind hierzu gleichermaßen Nachwuchswissenschaftler/innen und Betreuer/innen von Master-, Diplom- und Doktorarbeiten.

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Junior Scientist Zoonoses Meeting 2015

In München wird vom 8. bis 10. Juni 2015 das nächste Junior Scientist Zoonoses Meeting stattfinden. Weitere Informationen dazu folgen in Kürze.

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National Symposium on Zoonoses Research 2015

Das Nationale Symposium für Zoonosenforschung 2015 wird am 15. und 16. Oktober 2015 in Berlin ausgerichtet. Ein Schwerpunkt des Symposiums wird auf dem Public Health-Bereich liegen. Weitere Informationen zum Tagungsort, den Anmelde- und Einreichfristen sowie zum Programm folgen in Kürze.

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Links


     

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Mit freundlichen Grüßen

Ihre Geschäftsstelle der Nationalen Forschungsplattform für Zoonosen


E-Mail: info@zoonosen.net

Website: www.zoonosen.net


Bildnachweise:

Header: Prof. Dr. E. M. Liebler-Tenorio

Bild Wahl Interner Beirat: Svea Pietschmann/Zoonosenplattform

Bild Querschnittsprojekt Sylvatische Zoonosen: www.hanta-vorhersage.de

Bild Road 2015: Marco2811 - Fotolia

Bild ERC-Logo: ERC http://erc.europa.eu/sites/default/files/content/LOGO-ERC.jpg


 



 


 


 


 



 



 




Interviews

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„Zoonosen zu verstehen, ist ein komplexes Vorhaben“

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5th Translational DZIF School (Lübeck)

22.11.2017 - 24.11.2017
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Workshop "Bon Appétit One Health - Lebensmittel-bedingte Erkrankungen durch Zoonosen" (Düsseldorf)

28.11.2017
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DIP

Einblick in die Datenbank der Zoonosenplattform

Beispiel: Mitgliederverteilung