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Interdisziplinäre Doktorandenprojekte unter dem Dach der Zoonosenplattform

Die Zoonosenplattform räumt der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses traditionell einen hohen Stellenwert ein. Es besteht der Bedarf, Nachwuchswissenschaftlerinnen und - wissenschaftler in frühen Karrierestadien interdisziplinär zu vernetzen und mit dem Bewusstsein eines Zoonosenforschers, der sich in einer interdisziplinären Community einordnet, auszubilden. Nur dies ermöglicht, zukünftigen Bedarfen in der Infektionsforschung (s. G20-Ziele) durch hochwertige Forschungsarbeit durch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit breitem, interdisziplinärem Spektrum gerecht zu werden.

Daher fördert die Zoonosenplattform interdisziplinäre Doktorandenprojekte im Bereich der Zoonosenforschung, um Doktoranden/-innen in einem sehr frühen Stadium der eigenen wissenschaftlichen Karriere im Sinne des One Health-Leitgedanken zu qualifizieren. Als weiterer Ausweis der Qualifikation ist am Ende des interdisziplinären Doktorandenprojektes das sogenannte One Health Zertifikat nachzuweisen. Um dieses zu erlangen, gelten die Vorgaben entsprechend des Leitfadens zur Erlangung des One Health Zertifikats.
Für die Doktorandin/den Doktoranden muss nachweislich die Möglichkeit zur Promotion an der Heimatuniversität bzw. einer Partneruniversität gegeben sein, sowie die Einbindung in ein bestehendes Graduiertenprogramm, bzw. in eine formalisierte Promotionsstruktur (Mindestanforderung: Promotionskomitee mit jährlichen Treffen). Die Interdisziplinarität des Projektes mit Relevanz für die Zoonosenforschung muss ausgewiesen werden. Dafür müssen mindestens zwei Disziplinen (beispielsweise Veterinärmedizin, Humanmedizin, Biologie, Klimaforschung etc.) mit Relevanz für die Zoonosenforschung am Projekt beteiligt sein. Hier ist eine Beschreibung und schriftliche Bestätigung der anvisierten Kooperationen nachgewiesen durch mindestens zwei Projektpartner*innen erforderlich. Für die Kooperationspartner können Mittel für die Durchführung der dort für die Promotion geplanten Arbeiten beantragt werden. Es wird nicht vorgegeben, wie groß der Anteil der Arbeiten beim jeweiligen Kooperationspartner sein muss. Um den Vorwurf etwaiger Doppelförderung auszuschließen, muss die Abgrenzung zu bereits bestehenden Förderungen herausgearbeitet werden.

Beantragt werden kann eine Förderung für drei Jahre für eine Doktorandenstelle, üblicherweise E13, 65 Prozent, plus 15.000 Euro Reise- und Sachmittel pro Jahr (die Mittel für Kooperationsarbeiten eingeschlossen). Dazu kommen bis zu 5.000 Euro pro Jahr an Mitteln für Vernetzungsaktivitäten. In begründeten Ausnahmefällen können ausländische Institutionen am Projekt beteiligt sein, erhalten aber entsprechend der Vorgaben des BMBF keine Finanzmittel.

Die Projektdauer soll 36 Monate nicht überschreiten.

Interdiszipliäre Doktorandenprojekte werden nach folgenden Kriterien begutachtet:

 

•Expertise der Antragsteller*innen als Wissenschaftler*innen und in Bezug auf die Projektidee, notwendige Vorkenntnisse über die Projektidee hinaus und Vernetzungskompetenz,

• wissenschaftlicher Neuwert und Originalität, Vorliegen einer schlüssigen Hypothese zum Forschungsgegenstand,
• Realisierbarkeit des Vorhabens,
• Mehrwert und Nachnutzbarkeit des Projektes bzw. des Projekteergebnisses für die fachübergreifende Zoonosenforschung,
• Angemessenheit des vorgelegten Zeit- und Finanzrahmens und
• Vernetzung zwischen verschiedenen Forschungseinrichtungen sowie Einbeziehung von Human- und Veterinärmedizin im Rahmen des Projektes.


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DIP

Einblick in die Datenbank der Zoonosenplattform

Beispiel: Mitgliederverteilung